Entstehung Bastillerie
Wir kennen uns noch gar nicht allzu lange. Doch vor unserem Kennenlernen wurde uns schon bescheinigt, dass wir uns mehr als gut verstehen würden. Bastis Frau ist meine Arbeitskollegin und
war sich sicher, dass wir aus einem Holz geschnitzt sind und wir mal zusammenkommen müssen.
So kam es dann und wir haben gemerkt, dass da eine innige Freundschaft ohne Anlaufschwierigkeiten entsteht.
Wir ticken sehr ähnlich, sind uns meist einig, harmonieren ausgesprochen gut miteinander und haben denselben Humor. Wir sind umtriebige, unruhige und neugierige Typen und mit unserer Freundschaft entstand eine Leichtigkeit und Unbekümmertheit. Unter anderem aus dieser Leichtigkeit entstand die Idee, etwas zu machen, das ein bisschen größer ist. Alleine wäre weder Basti noch ich darauf gekommen. Trotz der großgedachten Spinnerei, eine Spirituose ins Leben zu rufen, haben wir uns während des Prozesses immer abgeklopft, ob das Unsinn oder etwas ist, das zu uns passt und zu dem wir stehen. Wir haben Neuland betreten, aber wir haben gegenseitig darauf geachtet, uns nicht zu verirren.
Wir haben nach Lohnabfüllern in der Nähe gesucht, die uns dabei unterstützen können – und den haben wir zügig gefunden. Wir konnten dort all unsere Vorstellungen von Alkoholgehalt, Aromen, Reifung, Produktionsmenge, bis zur Flaschenform umsetzen. Das Etikett hat ein Bekannter mit uns entworfen. Die ganze Sache sollte entgegen der verbreiteten Rumstereotype etwas Witz und keinen Seefahrer-Pathos haben: keine Piraten, keine Säbel, keine Schiffe. Da unser Getränk kein reiner Rum ist, sondern ein Rumlikör, stand der Name FalschRum ziemlich schnell fest. Noch schneller der Name unserer Firma Bastillerie. Basti und Till wollen ein Getränk machen, das in einer Destillerie hergestellt wird – wir hatten quasi keine Wahl beim Firmennamen.
Die Handelsform, um die Spirituose verkaufen zu dürfen, haben wir rasch gründen können. Über das Deutsche Marken- und Patentamt haben wir uns eine Wort-Bild-Marke gesichert.Im Dezember 2022 entstand die Idee, im August 2023 war alles fertig und der FalschRum war auf dem Markt.
Im April 2025 habe ich Erich und seine Familie im Urlaub kennengelernt. Wir haben Abend für Abend miteinander verbracht und uns immer besser verstanden. Wir hatten neben Pool und Beachvolleyball viele tolle Gespräche, dabei ging es auch um die Bastillerie. Erich konnte sich prompt dafür begeistern und bot uns ein Darlehen an, um eine GmbH zu gründen. Diese Großzügigkeit musste ich erstmal verarbeiten und habe noch in derselben Nacht Basti in Berlin angerufen, um ihm davon zu berichten.
Wir haben Erichs Angebot nach einer Weile Bedenkzeit angenommen. Das eröffnet uns als Bastillerie nun ganz andere Möglichkeiten.
Nur wenige Tage später, nach 600 produzierten und überwiegend über unseren online-Shop verkauften Flaschen FalschRum, ging es mit unserm Produktionspartner zu Ende. Wir brauchten einen neuen Abfüller. Das war sehr bedauerlich, aber damit konnten wir umgehen.
Nach einer zunächst kurzen Kreativpause gefolgt von intensiven Bemühungen, einen neuen Hersteller zu finden und dutzenden Verkostungen, haben wir einen neuen Partner gefunden. Ein Abfüller in Süddeutschland bietet uns einen hervorragenden Service, höhere Qualität und trifft unseren Geschmack. Mit dem machen wir’s. Erich hat uns derweil einen Notartermin in Düren arrangiert, bei dem wir die Formalitäten für die Gründung der GmbH erledigt haben. Darüber hinaus hat uns Erichs Bruder Jens seine Hilfe bei der Gestaltung des neuen Etiketts angeboten. Auch hier wurden wir erstklassig beraten und betreut.
Das Gerüst für den neuen FalschRum und den Neustart der Bastillerie steht. Jetzt geht’s ans Eingemachte. Jetzt soll es über den online-Verkauf hinausgehen – Souvenirgeschäfte, Feinkostläden, Supermärkte und so weiter.